Was Sie beim Familiengericht erwartet
Nicht jeder Konflikt lässt sich am Verhandlungstisch oder durch Einsicht lösen. Wenn ein gerichtliches Verfahren unumgänglich ist, brauchen Sie eine erfahrene und durchsetzungsstarke Vertretung an Ihrer Seite. Wir begleiten Sie vor den Familiengerichten in Frankfurt, Wiesbaden, dem Taunus und der gesamten Region. Mit fachlicher Expertise und der notwendigen Ruhe führen wir Sie durch die teils hitzigen Termine und kämpfen für Ihr Recht.
Ein Verfahren vor dem Familiengericht unterscheidet sich maßgeblich von anderen Zivilprozessen. Es herrscht oft das sogenannte "Amtsermittlungsprinzip" (besonders in Kindschaftssachen), und das Gericht sucht meist bis zuletzt nach einer einvernehmlichen Lösung, die notfalls mit der richterlichen Autorität abgesichert wird. Wir bereiten Sie intensiv auf die Anhörungen vor, erklären Ihnen die Rolle des Richters, des Jugendamtes und ggf. des Verfahrensbeistands (dem sogenannten "Anwalt des Kindes"). Sie sind zu keinem Zeitpunkt allein.
Mehr über den Ablauf erfahren ↓Typische Verfahrensarten
Das Gericht entscheidet zwingend dort, wo eine Einigung scheitert:
- Scheidungsverfahren: Feststellung der Ehescheidung und zwingende Regelung des Versorgungsausgleichs.
- Eilverfahren: Einstweilige Anordnungen zur schnellen Sicherung von Unterhalt, Wohnungszuweisung oder Gewaltschutz.
- Unterhaltsklagen: Wenn die Gegenseite eine freiwillige, rechtsgeschäftliche Titulierung (Anerkennung) des Unterhalts verweigert oder keine Auskunft erteilt.
In drei Schritten in Hofheim durch Ihr Gerichtsverfahren
1. Antragstellung
Sie übergeben mir alle Fakten und Nachweise, und ich erstelle einen präzisen, rechtlich fundierten Antrag oder eine Abwehrschrift für das Gericht.
2. Gerichtliche Vertretung
Wir begleiten Sie zu allen mündlichen Verhandlungen, stellen die richtigen Anträge und wahren Ihre Interessen gegenüber dem Richter.
3. Ihr verbindliches Urteil
Sie erhalten einen rechtskräftigen, gerichtlichen Beschluss, der Ihre Ansprüche (z. B. auf Zahlung oder Sorge) verbindlich und vollstreckbar festschreibt.
Rechtssicherheit durch richterlichen Beschluss (Fallbeispiel)
Nehmen wir das fiktive Beispiel von Herrn D., dessen Ex-Frau die Zahlung des rechtmäßig nach Düsseldorfer Tabelle berechneten Kindesunterhalts hartnäckig verweigerte. Außergerichtliche Aufforderungen führten zu nichts.
Wir leiteten bei Gericht sofort ein Verfahren zur Durchsetzung des Unterhalts ein. In der mündlichen Verhandlung vor dem Familienrichter legten wir die Einkommensverhältnisse seiner Ex-Frau lückenlos dar. Das Gericht folgte unserer Argumentation vollständig und erließ einen sofort vollstreckbaren Unterhaltsbeschluss. Mit diesem "Titel" konnte das fiktive Rechtsproblem von Herrn D. beendet werden, da er andernfalls sofort zwangsvollstreckt hätte. Wenn Reden nicht hilft, sorgt das Gericht effizient für klare Verhältnisse.