Wenn die Einigung scheitert: Regelung durch das Familiengericht
Manchmal lässt sich ein Konflikt nicht mit einem einfachen Gespräch lösen. Wenn die Fronten verhärtet sind oder wenn ein Partner versucht, den anderen zu benachteiligen, brauchen Sie starken Rückhalt. Sie sind hier, weil Sie Unterstützung brauchen – keine Zuflucht, sondern die handfeste Regelung Ihrer Rechte oder (oft eilig) eine valide Umgangs- oder Sorgerechtsregelung für Ihre Kinder. Ich sorge dafür, dass Ihre Interessen konsequent durch einen Beschluss oder gerichtlichen Vergleich geregelt werden.
Von einer streitigen Scheidung spricht man, wenn Uneinigkeit über den Scheidungsentschluss oder über Folgesachen wie Unterhalt, Sorgerecht oder Vermögen besteht. In solchen Fällen muss jeder Partner durch einen eigenen Anwalt vertreten werden. Das Familiengericht entscheidet dann verbindlich über die strittigen Punkte.
Mehr über den Ablauf erfahren ↓Belastungen und Probleme verhärteter Fronten
In einer Konfliktsituation treten häufig folgende Belastungen auf:
- Massive finanzielle Drohungen oder unfaire Unterhaltsforderungen setzen einen Partner unter Schock.
- Kinder werden als Druckmittel in emotionalen Verhandlungen missbraucht.
Hier gilt: Halten Sie Ihre Kinder unbedingt aus den ehelichen Auseinandersetzungen heraus. Bei einer Unterlassung des Partners sollten Sie sofort anwaltlichen Rat suchen. Wir klären das Sorgerecht oder Umgangsrecht – ein Kind darf beide Eltern sehen.
In einer streitigen Scheidung ist Ruhe Ihre wichtigste Waffe. Lassen Sie sich nicht auf Diskussionen an der Haustür ein. Sammeln Sie alle Belege über Einkommen und Vermögen so früh wie möglich, am besten noch vor dem Auszug.
Der Weg zu Ihrem Recht bei Widerstand
1. Strategie & Vollmacht
Sie erteilen mir das Mandat und wir legen die Strategie fest, um Ihre Ansprüche sofort gegen unfaire Forderungen abzusichern.
2. Klärung Ihrer Rechte & Klage
Ich fordere die Gegenseite zur Auskunft auf, kläre Ihre rechtlichen Positionen und setze Ihre Ansprüche mit Nachdruck vor dem Familiengericht durch.
3. Ihre rechtliche Sicherheit
Wir sichern Ihre Ansprüche final durch eine gerichtliche Entscheidung oder einen gerichtlichen Vergleich (was einer fundierten Einigung entspricht).
Aus der Praxis: Gerechte Regelungen beim Unterhalt
In einem fiktiven Fall wollte der Ehemann nach der Trennung Unterhalt von seiner Frau. Die Ehefrau verblieb im gemeinsamen Haus und bezog zudem ein sehr hohes monatliches Gehalt. Der Ehemann war ausgezogen, und die Gegenseite weigerte sich strikt, eine faire Lösung in Bezug auf den Immobilienwert beim Unterhalt zu berücksichtigen.
Ich übernahm die Kommunikation für ihn. Ich brachte vor Gericht ein, dass die Tatsache, dass die Frau mietfrei im großen Eigenheim verblieb, berücksichtigt werden muss. Durch unsere Klage wurde der Frau gerichtlich ein angemessener "Wohnwert" zusätzlich zu ihrem ohnehin schon höheren Einkommen hinzugerechnet. Dadurch klärten wir seine Rechte und setzten seine berechtigten Ansprüche auf Unterhalt fair durch – und zwar genau im richtigen Umfang.
Häufige Fragen zur streitigen Scheidung
Kann ich mich scheiden lassen, auch wenn mein Partner nicht will?
Ja. Voraussetzung ist das Scheitern der Ehe. Fristen: In der Regel reicht hierfür 1 Jahr Trennungsjahr bei Zustimmung. Andernfalls müssen längere Fristen (3 Jahre) abgewartet werden, oder es liegt ein Härtefall vor, der eine schnellere Scheidung ermöglicht.
Werden meine Daten beim Familiengericht geschützt?
Ja, Verfahren vor dem Familiengericht sind grundsätzlich nicht öffentlich, so dass persönliche und finanzielle Daten im Verborgenen bleiben.