Was abseits des Zugewinns geregelt wird
Neben dem Zugewinn stehen nach einer Trennung viele gemeinsame Gegenstände zur Diskussion, bei denen beide im Grundbuch oder Vertrag stehen. Wem gehört der gemeinsame Hausrat? Wer behält die gemeinsame Wohnung, und wer steigt aus dem gemeinsamen Firmenkonstrukt aus? Diese sogenannte Vermögensauseinandersetzung erfordert kühlen juristischen Sachverstand, den ich Ihnen verlässlich anbiete.
Anders als beim Zugewinnausgleich, bei dem es nur um den errechneten Geldanspruch geht, geht es bei der Vermögensauseinandersetzung oft um handfeste Güter (Hausrat, PKW, gemeinsame GbR-Beteiligungen) oder auch um die Zuteilung der früheren gemeinsamen Mietwohnung. Jeder Punkt verlangt eine saubere Trennung hinsichtlich Eigentum, Nutzungsrecht und Wertausgleich. Eine fehlende Einigung blockiert Sie beide auf Jahre.
Mehr über den Ablauf erfahren ↓Typische Konfliktfälle
Ein faires Teilen gelingt oft besser mit klaren rechtlichen Argumenten:
- Hausratsverteilung: Wer bekommt die neuen Möbel, wer den teuren Fernseher?
- Die Ehewohnung: Wenn beide den Mietvertrag unterschrieben haben, wer zieht aus und wie entlässt der Vermieter den anderen?
- Das Familienauto: Wer war rechtlicher Halter, wer hat es bezahlt, und wem steht es bei der Trennung zu?
- Immobilienbesitz: Verkauf, Auszahlung des anderen oder doch Halten als Anlage?
In drei Schritten zur sauberen Vermögenstrennung
1. Erfassung & Zuordnung
Wir machen eine genaue Aufstellung der gemeinsam angeschafften oder genutzten Vermögensgegenstände.
2. Juristische Trennung
Ich fordere die Gegenseite zu einer gerechten Naturalteilung (oder Abstandszahlung) entsprechend gesetzlicher Vorgaben auf.
3. Der Neuanfang
Eine Scheidungsfolgenvereinbarung klärt endgültig "wer was bekommt". Die Vermögensbindung ist restlos gelöst.
Streit um den hochwertigen Hausrat (Fallbeispiel)
In einer fiktiven Trennung konnte sich ein Paar nicht über die teure Designer-Küche und die neue Ledercouch einigen. Die Fronten verhärteten sich derart, dass ein Auszug des Ehemanns ins Stocken geriet. Er weigerte sich, die Wohnung zu verlassen, wenn er nicht die Küche bekäme oder komplett ausbezahlt würde.
Ich lenkte die emotionale Debatte auf eine sachliche, rechtliche Ebene. Gemeinsam erstellten wir Bewertungslisten unter der Prämisse, dass Hausrat bei fehlender Einigung oft nach Billigkeit verteilt wird. Wir konnten einen Vergleich schließen, bei dem die Frau die Wohnung samt Küche behielt, aber im Gegenzug im Zuge der Vermögensauseinandersetzung auf einen Teil des Barkapitals für ihn verzichtete. So ließen wir Fakten sprechen, statt vor Gericht um Teller zu streiten.