Warum die professionelle Berechnung den Unterschied macht
„Was steht mir zu?“ oder „Was muss ich wirklich zahlen?“ – diese Fragen lassen sich nicht mit einem einfachen Online-Rechner beantworten. Eine seriöse Unterhaltsberechnung erfordert eine tiefgehende Prüfung aller Einkommens- und Abzugsposten, aufgeschlüsselt durch eine nachvollziehbare Erklärung der Summen für alle Beteiligten.
Das "bereinigte Nettoeinkommen" ist die Basis jeder Berechnung. Viele Posten können das unterhaltsrelevante Einkommen senken, zum Beispiel berufsbedingte Aufwendungen, private Altersvorsorge oder bestimmte Kreditverpflichtungen. Wer hier Fehler macht, zahlt entweder jahrelang zu viel oder erhält deutlich weniger, als ihm gesetzlich zustehen würde.
Mehr über den Ablauf erfahren ↓Die Tücken der Detailberechnung
Die Ermittlung des korrekten Einkommens erfordert besondere Expertise. In diese Berechnung fließen unter anderem ein:
- Steuerliche Vorteile: Einbezug von Steuerrückerstattungen und Splittingvorteilen.
- Selbstständige: Hier fließen Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie verdeckte private Einlagen mit ein.
- Kredite: Nicht jeder Ratenkredit darf abgezogen werden – hier gelten strenge gerichtliche Regeln.
Lassen Sie sich durch präzise Berechnungen die nötige rechtliche Rückendeckung geben.
In drei Schritten zu Ihrer exakten Kalkulation
1. Datenaufnahme
Sie stellen mir Ihre Lohnabrechnungen, Steuerbescheide oder Bilanzen (bei Selbstständigen) der letzten Jahre zur Verfügung.
2. Detail-Bereinigung
Ich prüfe jede Position, ziehe alle rechtlich zulässigen Abzüge ab und ermittle den exakten Unterhaltsbetrag nach aktueller Rechtsprechung.
3. Ihre verlässliche Zahl
Sie erhalten ein detailliertes Berechnungsprotokoll, das Sie als fundierte Verhandlungsgrundlage oder für gerichtliche Anträge nutzen können.
Die Entlarvung des „armen“ Unternehmers (Fallbeispiel)
In dieser fiktiven Geschichte geht es um Herrn B., einen selbstständigen Handwerker. Seine Bilanz wies kaum Gewinn aus, während er privat einen luxuriösen Lebensstil pflegte. Seine Ex-Frau war verzweifelt, da laut Papier kaum Unterhalt möglich schien.
In der Beratung analysierte ich die Betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) genau. Ich stellte fest, dass Herr B. zahlreiche private Kosten über die Firma abgerechnet hatte, was den Gewinn künstlich drückte. Ich korrigierte diese Zahlen für die Unterhaltsberechnung (sogenannte "Hinzurechnungen"). Das Ergebnis: Das unterhaltsrelevante Einkommen war fast doppelt so hoch wie behauptet. Durch diese Präzision erhielt die Familie am Ende den fairen Unterhalt, der dem tatsächlichen Wohlstand während der Ehe entsprach.
Häufige Fragen zur Unterhaltsberechnung
Kann ich den Unterhalt auch ohne Anwalt berechnen lassen?
Achtung: Im Gegensatz zur häufigen Annahme berechnet das Jugendamt den Unterhalt für Sie in der Regel nicht vollumfänglich aus, sondern kümmert sich primär um die Abwicklung des Unterhaltsvorschusses, falls Zahlungen ausbleiben. Um eine exakte und gerichtsfeste Berechnung zu erhalten (insbesondere bei komplexem Einkommen oder beim Ehegattenunterhalt), ist zwingend anwaltliche Expertise erforderlich.
Was zählt zum Einkommen bei der Unterhaltsberechnung?
Neben dem reinen Nettogehalt fließen auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Boni, Mieteinnahmen, Steuererstattungen und der mietfreie Wohnvorteil in das unterhaltsrelevante Einkommen ein.